
Moonjoo Kim
Tänzerin · Performerin · Bewegungskünstlerin
Moonjoo Kim ist eine in Deutschland lebende Tänzerin und Performerin. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen koreanischem Tanz, zeitgenössischer Performance, Bewegungsanalyse und Bewegungsschrift.
Sie studierte Koreanischen Tanz an der Korea National University of Arts in Seoul und schloss 2020 ihren Bachelor in Dance Performance ab. Die genaue Beobachtung traditioneller Bewegungsformen und ihrer feinen körperlichen Strukturen führte sie anschließend zur Bewegungsanalyse und -notation.
2024 schloss sie den Masterstudiengang Movement Notation and Analysis an der Folkwang Universität der Künste ab.
In ihrer Arbeit beschäftigt sich Moonjoo Kim mit der Frage, wie Erinnerung, Wahrnehmung und innere Zustände durch Bewegung sichtbar werden können. Sie interessiert sich besonders für minimale Veränderungen des Körpers – für Atem, Rhythmus, Spannung, Wiederholung und die feinen Übergänge zwischen Bewegung und Stillstand.
Dabei verbindet sie Erfahrungen aus dem koreanischen Tanz mit zeitgenössischer Performance und analytischen Methoden der Bewegung. Neben Tanz nutzt sie auch Notation und Zeichnung als Möglichkeiten, Bewegung zu beobachten, festzuhalten und neu zu übersetzen.
Als Tänzerin und Performerin arbeitet sie in unterschiedlichen freien Produktionen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Zu ihren Zusammenarbeiten gehören unter anderem Produktionen mit Tanzfuchs Produktionen sowie performative und interdisziplinäre Projekte an verschiedenen Theatern und Kunstinstitutionen.
2023 gründete sie gemeinsam mit Minju Kim das MÜN Kollektiv. Innerhalb des Kollektivs bringt sie insbesondere ihre Perspektive auf Bewegung, koreanische Tanzpraxis und Bewegungsanalyse in die gemeinsame künstlerische Recherche ein.
2026 ist sie Co-Leiterin und Performerin der Produktion Nicht in Ordnung – Der weiblich markierte Körper. In der Arbeit werden unter anderem Bewegungsprinzipien aus koreanischen Tanztraditionen mit zeitgenössischer Performance verbunden und danach gefragt, wie gesellschaftliche Erfahrungen und Erinnerungen im Körper fortbestehen.
Ihre künstlerische Arbeit sucht nicht nach einer eindeutigen Übersetzung von Tradition. Vielmehr untersucht sie, wie Bewegung über unterschiedliche Zeiten, Kontexte und Körper hinweg weitergegeben, verändert und neu gelesen werden kann.
Stücke
„BÄÄÄM” mit Barbara Fuchs, Mai.2025
Tänzerin, Consol Theater, in Gelsenkirchen
„Foxx” mit Barbara Fuchs, Mai.2024
Tänzerin, Tanzhaus NRW, in Düsseldorf
„Die vier Jahreszeiten” mit Barbara Fuchs, Okt.2023
Tänzerin, Braunschweig Staatstheater, in Braunschweig
„54 Hours Performances” kuratiert von Marina Abramović und Billy Zhao,Juni-July.2023
Performerin, Folkwang Museum , in Essen
Free Interdisciplinary Performance Project mit Marina Abramović, 2022-2023
Residenz, Nov-Dez. 2022 Tänzerin, Maschinenhaus, in Essen
„What for” Improvisation dance performance, Oct.2022, Tänzerin, in Düsseldorf
„BUBBLES” mit Claudia Küppers, Mai. 2022,Tänzerin,Theatermuseum, in Düsseldorf
„Schlalalalaufen” mit Barbara Fuchs, Mai. 2022, Tänzerin, Consoltheater&Ehrenfeldstudio
„Blow” Solo Performance, Junge Choreograph*Innen 2022
Choreografin und Tänzerin, in Folkwang Universität der Künste, Essen-Werden
„Die kleine Aebeolle nimmersatt” Solo Performance, Fünfzehnminuten Festival 2022
Choreografin und Tänzerin, in TanzFactur, Köln
„Klamotten”mit Claudia Küppers, Tanzstück, Juni. 2021
Tänzerin, Theatermuseum, in Düsseldorf
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